Chios, Griechenland

Foto-Spot in Chios

Der bemalte Platz von Pyrgi

Jede Wand im Dorf ist mit grau-weißer Geometrie überzogen, und der kleine Platz vor Agioi Apostoloi ist ihre dichteste Ecke.

Über Der bemalte Platz von Pyrgi

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Pyrgi ist das einzige Dorf in Griechenland, das so aussieht. Seine Häuser sind mit Xysta verputzt: eine weiße Kalkschicht über dunklem Sandputz, mit der Gabel weggekratzt zu Dreiecken, Zickzack, Schachbrettern und Rosetten, bis die ganze Fassade Muster ist. Nicht ein Haus, nicht eine Straße — jede Wand, an jeder Seite, bis unters Dach.

Das Zentrum ist der kleine Platz vor der Kirche Agioi Apostoloi, wo die Häuser sich neigen und die Muster um Ecken und über Bögen laufen. Weil die Wände grafisch und kontrastarm sind, liest sich eine Person in einer kräftigen einfarbigen Kleidung sofort davor — einer der schmeichelhaftesten Hintergründe der Ägäis, in der Totale wie in der Nahaufnahme.

Die Muster sind Relief, keine Malerei: Sie brauchen Seitenlicht. Früher Morgen und die letzten zwei Tagesstunden streifen über die Wände und machen sie dreidimensional; mittags flachen sie zu grauem Rauschen ab. Bedeckte Tage sind hier erstaunlich gut.

Das ist ein lebendiges Dorf mit zweitausend Einwohnern, kein Museum: Wäsche, Roller, Tomaten, die im Spätsommer auf den Balkonen trocknen. Türöffnungen freihalten, Gassen frei lassen — dann bleibt man willkommen. Am Hauptplatz gibt es ein paar Cafés, geparkt wird außerhalb des Dorfes.

Beste Zeit zum Fotografieren

Früher Morgen oder die letzten zwei Stunden Tageslicht, wenn Seitenlicht das Relief aus den Wänden hebt

Tipps

Tragen Sie eine kräftige einfarbige Farbe — das grau-weiße Muster schluckt Drucke und Pastelltöne. Die Mittagszeit ebnet das Relief ein; bedecktes Licht funktioniert besser, als es klingt. Ein bewohntes Dorf: Türöffnungen frei halten.

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